Tag 3

Happy End

Am späten Abend gestern erhielt ich dann doch noch das ersehnte negative Ergebnis des PCR-Tests. Wie schon vermutet – und natürlich sehr gehofft – fiel er negativ aus. Damit war das Signal da, dass meine Quarantäne damit wieder beendet ist.

Das Ergebnis des PCR-Tests

Ein Stein fällt vom Herzen, ein spontanes Gefühl wiedergewonnener Freiheit stellt sich wieder ein. Alle möglichen Was-wäre-wenn-Szenarien kann ich getrost erst einmal in die berühmte Tonne kloppen – und deutlich entspannter als gestern in den Tag starten.

Was jetzt noch die spannende Frage bleibt – was ist mit meinem ursprünglich für heute Abend geplanten Impftermin? Ich hatte ihn ja bereits am Samstag online erst einmal gecancelt, da ich davon ausgegangen war, dass die Quarantäne länger dauern bzw. das PCR-Testergebnis länger auf sich warten lassen würde. Von all den vielen Tipps, die mich dazu erreichten, fand ich den am besten: einfach zum Impfzentrum hingehen – am besten etwas eher als der geplante Termin -, alle Unterlagen mitnehmen, erläutern, was die aktuelle Sachlage ist und fragen, ob nicht eine unbürokratische Lösung möglich ist.

Und so machte mich dann auf den Weg zum Impfzentrum; gespannt, ob und was wird. Und siehe da: vor Ort interessierte sich niemand für meine Geschichte! Zwar fand man mich am ersten Checkpoint nicht auf der ausgedruckten Liste und schickte mich zu einem zweiten, mit EDV ausgestatteten Checkpoint. Auf die Unterlage wurde zuvor ein dickes „M” gemalt – „M” für „Mit Vorbehalt berechtigt” oder „Möglicherweise nicht korrekte Teminbuchung?“ Ich werde es nie erfahren.

Ich befürchtete nun schon, hier am zweiten Checkpoint sei meine „Reise” nun zu Ende – doch auch hier wurden meine Unterlagen nur geprüft und ich dann weitergeschickt – bevor ich überhaupt dazu kam, ausführlich meine Vorgeschichte zu erzählen. Auch das Wartenümmerchen bekam ich quasi nur pro forma und saß dann schneller in der Impfkabine, als ich gucken konnte. Gepiekst, noch einen Zettel für den zweiten Termin erhalten – und tschüss: ab in den Ruhebereich.

Den Ruhebereich habe ich dann tatsächlich etwas länger für mich in Anspruch genommen – nicht wegen Nebenwirkungen, sondern weil ich jetzt erst einmal realisieren musste, dass tatsächlich alles wie geplant geklappt hatte!. Fast erscheint die noch am Samstag erzwungenen Quarantäne bereits wie ein längst zurückliegender schlechter Scherz, die Enttäuschung über die gecancelten Wochenendpläne weicht allmählich großer Freude über die erste „Impfe”.

Als ich das Impfzentrum wieder verlasse, scheint eine wunderschöne Abendsonne. Ich packe Gute-Laune-Musik auf die Kopfhörer und spaziere beschwingt los – schließlich gilt es ja noch, auch heute wieder mindestens 8.500 Schritte auf die Uhr zu bekommen. Es werden schließlich sogar 10.400.

Da ein passendes kulinarisches Angebot unterwegs verfügbar ist und zudem verlockend winkt, klingt der Tag bei einer leckeren Portion Sushi aus.

Vielen lieben Dank allen, die während dieses verlängerten Wochenendes an mich gedacht haben, gute Wünsche und Gedanken übermittelten und viele Tipps gaben!

*** HAPPY END ***

2 Gedanken zu „Tag 3

  1. Isidor

    Im Impfzentrum Essen steht das dicke M auf den Impfunterlagen einfach nur für „mRNA-Impfstoff“. So haben das jedenfalls mir alle Beteiligten erklärt – kam mir angemessen plausibel vor. Hat jedenfalls nichts mit der Terminbuchung oder der Impfberechtigung zu tun. Aber schön, dass das alles geklappt hat, das freut mich freilich!

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